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Sehenswertes


Kirche - Försterscheune

Das ursprüngliche Kirchengebäude wurde 1469 im Zusammenhang mit einem Kriegszug der Pommern durch das Land ein Opfer der Zerstörung. Ein Aktenvermerk aus dem Jahre 1901 besagt, dass die Kirche auf dem heutigen Friedhof stand - noch liegen in der Mitte des Selben Fundamentreste.
Im Jahre 1722 wurde in Wilmersdorf eine Kirchenvisitation abgehalten, dabei wurde festgelegt, den gottesdienslichen Raum im Küster- und Schulhaus einzurichten. Die Schule wurde bis Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts als Kirchenraum benutzt. Auf Anweisung des Kirchenpatrons, des Landrates Alexander von Buch, wurde 1882 im Gärtnerhaus ein Gottesdienstraum eingerichtet. Der 1935 beantragte Kirchenneubau wurde von den Behörden abgelehnt. Daraufhin hatte 1936 Gutsherr Alexander von Buch die alte Försterscheune als Kirche einrichten lassen.
Eine bemerkenswerte Deckenmalerei, ausgeführt durch den Kirchenmaler Erich Kistenmacher, ein mit Liebe zum Detail verziertes Gestühl und die Glocke, gegossen 1888 von der Gießerei Voß in Stettin, machen dieses bescheidene Gotteshaus sehenswert. Nach dem verheerenden II. Weltkrieg wurde 1945 im Zuge der Bodenreform auch dieses Kirchengebäude als ehemaliger Gutsbesitz enteignet.
Erst im Jahr 1999 konnte das Gebäude durch die Kirchengemeinde käuflich erworben werden, es wird bis zum heutigen Tag für Gottesdienste und Treffen der Kirchengemeinde genutzt.

Gutshaus und Gutsanlage

Bauhistorisch interessanter Dreiseiten-Hof, in dessen Mittelpunkt das Gutshaus steht: Mit kurzzeitigen Unterbrechungen war das Gut mehr als 3 Jahrhunderte im Besitz der Familie von Buch. Das Gutshaus in Fachwerkbauweise wurde vermutlich um 1680 errichtet.
(Ein zweistöckiges Fachwerkhaus wurde in historischen Dokumenten bereits 1636 erwähnt!)
1838 fielen große Teile der Gutsanlage den Flammen zum Opfer.
1935 baute Alexander von Buch den Hof weiter aus.
Von 1945 bis 1996 verfiel das Gutshaus infolge fehlender Erhaltungsmaßnahmen zusehens. Ab 1996 begannen Rückbau- und Instandsetzungsarbeiten an der Gutshofanlage, die
bis heute anhalten.
Von 2003 bis 2006 wurde das Gutshaus nach historischem Vorbild rekonstruiert. 

Lindenhaus

1936 von Alexander von Buch als Gästehaus erbaut. 2002 erfolgte die
Sanierung der Fassaden.


Am Giebel befindet sich die Inschrift:

 

 


 

Wer da bauet an der Straßen,muß die Leute reden lassen       

A. v. Buch
Erbaut 1936 bis 1937                     

Allen Menschen Recht getan,ist eine Kunst die niemand kann  

                 
                  
Bahnhofsgebäude

Historisches Bauwerk an der Strecke Berlin - Stralsund, errichtet in Ziegelbauweise, 1885 eingeweiht. Heute noch Haltepunkt!
Durch Landschenkung von Alexander von Buch (dem Landrat) wurde ein Verlade- bzw. Abstellgleis gebaut, das bis heute die einzige
Ausweichstelle zwischen Angermünde und Prenzlau ist.